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Aufbau eines Waldökosystems                                                                                                                                                                                                                  Prädikat „Ausgewählter Ort 2011“  Projektmarke „365 Orte im Land der Ideen."       

 

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Die Geschichte des Waldes, also die Zusammensetzung und Aufeinanderfolge der Waldgesellschaften, lässt sich aus Pollendiagrammen ablesen. Nach der vor etwa 12 000 Jahren zu Ende gegangenen letzten Eiszeit kam es zu einer Wiederbewaldung Mitteleuropas. In Abhängigkeit von den sich ändernden Klimabedingungen bestimmten in den ersten 3000 Jahren Weide, Birke und Kiefer die sich entwickelnden Wälder. Sie wurden durch Ulmen- und Eichenwälder abgelöst, in die Linden und Eschen eingestreut waren. In einer feuchteren Periode breiteten sich Erlenwälder aus, die dann durch Buchen- und Hainbuchenwälder mit eingestreuten Eichen abgelöst wurden. Die durch den Menschen angepflanzten Fichtenwälder treten erst in historischer Zeit auf.

Aufbau und Zusammensetzung der heutigen Wälder Deutschlands

 

Der Mensch beeinflusst den Wald; dadurch entstanden verschiedene Waldformen: Niederwald    Mittelwald   Hochwald

Ein Mischwald ist besser als Monokultur.

Wälder zeigen im allgemeinen folgenden Stockwerkbau (Monokulturen meist in beleuchteten Waldrändern):

   - 1. Baumschicht

   - 2. Baumschicht

   - Strauchschicht

   - Kräuterschicht/Moosschicht

Mischwälder gehören zu den produktivsten Ökosysteme Europas.

Ein gut strukturierter Wald ist aus verschiedenen Stockwerken aufgebaut. Sie umfassen die Kraut und Moosschicht, die Strauchschicht und die beiden Baumschichten. Die grünen Pflanzen in diesen Stockwerken bauen durch Fotosynthese die Nährstoffe auf, die von ihnen selbst und den übrigen Lebewesen direkt oder indirekt benutzt werden, um ihren Energiebedarf zu decken und eigene Biomasse aufzubauen. Produzenten, Konsumenten und Destruenten des Waldes sind über Nahrungsketten und Nahrungsnetze miteinander verknüpft. In ihnen sind die Lebewesen durch Nahrungsbeziehungen miteinander verbunden. Die in der Fotosynthese gebundene Energie durchläuft unter Wärmeverlusten diese Nahrungsketten und wird schließlich am Ende der Nahrungskette völlig in Wärmeenergie umgewandelt. Dabei „verbraucht" jedes Lebewesen für seine eigenen Lebensprozesse Energie. Der Energiefluss ist also eine „Einbahnstraße". Dagegen befinden sich die Mineralsalze in einem Kreislauf. Die von den Produzenten aus dem Boden aufgenommenen Stoffe durchlaufen die Nahrungskette und werden von den Destruenten durch Mineralisation wieder freigesetzt. Sie können dann von den Produzenten wieder verwendet werden. Der Stoffkreislauf schließt sich dadurch.

 In der Regel stellt sich im Wald ein System mit perfekter Nachhaltigkeit und anhaltender Dynamik aus Produzenten, Konsumenten und Destruenten ein:

- Produzenten: Pflanzen( Nahrungsgrundlage, Energieproduzenten)

- Konsumenten: Primärkonsument ( Herbivoren)

         ↓                 Sekundärkonsument (Karnivoren)

                           Tertiärkonsument (Karnivoren)

- Destruenten (Reduzenten): absterbendes, organisches Material → Nährsalze

- Stoffe = Kreislauf;  Energie= Einbahn

Aspekte (Erscheinungsbild)

- kurzfristig:

durch Jahreszeiten → wechselnde Belaubung

- Veränderung der abiotischen Faktoren, Biozönosen , Nahrungsketten und Nahrungsnetzen

- langfristig:

führt zum Klimaxstadium

Biotop und Biozönose wechseln sich ab

z. B. : - ein kahlgeschlagenes Waldstück:

          - Graßbildung = 1.Vegetationsstufe

                   - Reorganisationsphase

                   - Zunahme der Artenvielfalt

          - Buschige Gehölzvegetation

          - Erste Baumarten

                  - Erst Pionierwald

                  - Ablösung verschiedener Baumarten

                  - End- Klimaxstadium

- bei stabilen Klimaxverhältnissen bleiben Wälder bestehen

- es gibt keinen Idealzustand,

- es ist ein Mosaik von Entwicklungsstadien

 

von Linn Lehmann, Nora  Leendertz, Alissia Höll & Christian Hahn
 

Senden Sie eine E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu diesem Thema an: post@adenauer-gymnasium.de
Stand: 10. Februar 2012